Ein Plädoyer für ehrenamtliches Engagement in der Schulverpflegung


Unser Essen ist gesund

In den Schulmensen des Mensanets werden die Gerichte jeden Tag frisch zubereitet. Das bedeutet: Sehr kurze Warmhaltezeiten, Vitamine bleiben erhalten. Unsere Speisepläne sind abwechslungsreich und wir orientieren uns an den Qualitätsstandards der Schulverpflegung. So bemühen wir uns, den Fleischanteil zurückzunehmen und vermehrt Gemüsegerichte, Rohkostsalate und Fisch anzubieten. Wir bieten frisches und unverkochtes Gemüse, knackige Salate, und gesunde Getränke wie Wasser oder Apfelsaftschorle, aber keine Softdrinks. In vielen Schulmensen ist der Obstkorb Tradition. Alle Schulküchen bieten täglich eine vegetarische Alternative zur Auswahl an.

Unser Essen ist preisgünstig und qualitativ hochwertig

Durch unser ehrenamtliches Engagement sparen wir u.a. Personalkosten und Umsatzsteuer, die bei professionellen Anbietern einen großen Anteil an den Kosten ausmachen. Dies können wir in frische und qualitativ hochwertige Produkte investieren.

Ehrenamtliche Modelle haben Bestand

Viele unserer Schulmensen bestehen schon seit vielen Jahren. Die älteste Schulmensa im Mensanet wurde 1974 gegründet. Caterer werden häufig gewechselt, weil das Preis/Leistungsverhältnis nicht stimmt, die Leidtragenden sind die Schüler.

Ehrenamtlich geführte Schulmensen – eine Chance für Ernährungsbildung

Eine ehrenamtlich geführte Schulmensa ist gelebte Ernährungsbildung. Denn wenn bis zu 20% aller Eltern in einer Schulmensa kochen, wird das Thema gesunde Ernährung selbstverständlich in den Schulalltag integriert und darüberhinaus in die Familien getragen. Ehrenamtliche Schulmensen sind eine fantastische Chance für Ernährungsbildung, in der Schulgemeinschaft, mit Schülern, Lehrern und Eltern. Zu den Aktionen und Veranstaltungen zählen Vorträge oder Unterrichtseinheiten (zum Thema Ernährung, Bio in der Schulmensa, Hygiene), Themenwochen in der Mensa, gemeinsames Kochen mit Schülern, oder auch ein Schulgarten.

Unser Essen schmeckt

Ehrenamtlich geführte Schulküchen können den Ansturm kaum bewältigen. Wir haben keine Akzeptanzprobleme. Das zeigen uns auch täglich die zufriedenen Gesichter und das positive Feedback unserer Kundschaft.

Wir haben Fachwissen

Unsere Schulküchen blitzen und blinken. Wir nehmen die Vorschriften des Hygienerechts sehr ernst und wir sind uns unserer Verantwortung bewusst.

Wie alle anderen Lebensmittelbetriebe werden wir durch unangemeldete Besuche des Lebensmittelkontrolldienstes überprüft. Wir bekommen regelmäßig sehr gute Noten. Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter werden jährlich im IfsG unterrichtet. Darüberhinaus bilden wir uns zusätzlich fort. So haben wir Reinigungspläne und Desinfektionspläne, und führen Betriebstagebücher (Temperaturkontrollen, Wareneingangskontrollen). Wir achten auf den richtigen Umgang mit risikobehafteten Lebensmitteln (TK-Geflügel, Hackfleisch, Eierprodukten) und auf eine korrekte Lagerhaltung.

Ehrenamt schließt Fachwissen nicht aus. Wer sich in einem Ehrenamt engagiert, bringt sich dort ein, wo er mit seinen Kenntnissen und Fähigkeiten etwas zum Gelingen beitragen kann. In jeder Schulküche gibt es Eltern mit Fachwissen, auch in Berufen aus den Bereichen Lebensmittel, Ernährung, Hygiene oder Hauswirtschaft. Manche ehrenamtliche geführte Schulmensen haben zusätzlich Fachkräfte zur Unterstützung eingestellt.

Ehrenamtliche Modelle brauchen Anerkennung

Wir bekommen sehr viel Anerkennung von unseren Schülern, den Eltern, Lehrern und den Schulträgern. Aber in der breiten Öffentlichkiet und aus der Politik bekommen wir viel zu wenig Anerkennung. Wir würden uns wünschen, dass die Vorurteile über schlechtes Essen und mangelnde Hygiene in ehrenamtlich geführten Schulküchen endlich der Vergangenheit angehören.